Oster-Safari

Persönlich besucht: Lieblingsorte in der Stadt

Eine Geschichte mit Foto-Spaziergang von Sarah Wagener – veröffentlicht am 09. April 2020

Eigentlich würde ich an den Ostertagen gerne meine Familie treffen. Mit ihr am Esstisch sitzen und zusammen Ostern feiern. Gemeinsam lachen, Geschichten erzählen und vielleicht etwas spielen. Doch leider heißt es in diesem Jahr: „Ostern bitte keine Familienbesuche“. Diese Appelle an die Bevölkerung sind momentan überall zu vernehmen. Ein klares Ende der Kontaktbeschränkungen ist in diesen Corona-Zeiten noch nicht abzusehen. So hatte ich die Idee, für meinen Neffen, der weit weg wohnt, eine kleine Geschichte vom vergesslichen Osterhasen zu schreiben. Dieser weiß nicht mehr, wo er die Eier versteckt hat, also hoppelt er durch die Stadt und fragt um Hilfe. Den Berliner Bären, die Kühe und den Hund in der Alten Poststraße. Entschlossen sucht er die ganze Oberstadt und den Schlosspark ab, bis er endlich Hilfe bekommt und zuschauen kann, wie die Kinder sich freuen, als sie die versteckten Eier finden. Und weil die Geschichte natürlich auch Bilder braucht, habe ich mich mit einem kleinen Stoffhasen auf eine Foto-Safari begeben und alles fotografiert. Daraus habe ich dann eine Präsentation gebastelt, die ich als Überraschung zu Ostern per Mail verschicken werde.

So entstand ein virtueller Osterspaziergang durch Siegen mit den bekannten Plätzen und Orten als Figuren meiner Geschichte.

10. April 2020

Impressionen

Eine Reihe von Sarah Wageners Lieblingsorten in Siegen. Weil sie ihren Neffen aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen im April 2020 nicht persönlich besuchen kann, hat sie für ihn einen virtuellen Oster-Spaziergang geschrieben und fotografiert. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Sarah Wagener

Infos

Anmerkungen von „Unser Siegen“

So kamen der „Berliner Bär“ und die „Kuhherde mit Hirte“ in die Stadt:

Stolz steht er am Kölner Tor auf seinem Sockel. Ganze 2,30 Meter ragt er als Kunstwerk in die Höhe: Der Berliner Bär , ein Geschenk, mit dem sich der Bezirk Berlin-Spandau im Jahr 1974 bei der Stadt Siegen bedankte. Dafür, dass seit Beginn der Städtepartnerschaft im Jahre 1952  Tausende Berliner Kinder das Siegerland erleben durften, um sich hier zu erholen. Geschaffen hat die Plastik aus Betonguss die Künstlerin Lilly Voigt.

Tipp: Mehr erfahren über die Städtepartnerschaft Berlin-Spandau und der Stadt Siegen – das geht hier auf der Internetpräsenz unserer Stadt.

In der Alten Poststraße nicht mehr wegzudenken: Der Kuhhirte, seine Herde und sein Hund, die sich um das kleine Wasserspiel gruppieren, das als stilisierter Bachlauf in die Straße eingelassen ist. Wittgensteiner Wolfgang Kreutter mit Siegener Wurzeln war es, der das bronzene Figurenensemble in Lebensgröße in den 1980er Jahren nach und nach geschaffen hat.  Spannend zu wissen: Die Figurengruppe bezieht sich auf die Hudegemeinden, die einst in der Altstadt ansässig waren.  Viele der Menschen betrieben im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft oder hielten zumindest Vieh. So hatten die Stadtbewohner einen eigenen Hirten, der die Tiere in der Altstadt „einsammelte“, um sie auf die Weiden an der am Fuße des Siegberges gelegenen Weiß zu führen.

Tipp: Viele weitere Informationen zu  „Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau in Siegen “ finden sich in der gleichnamigen Broschüre. Download als PDF (9,5 MB): hier.

Lageplan

Schlagworte

Autor: Sarah Wagener

Sarah Wagener ist in Siegen geboren, studierte an der hiesigen Universität Anglistik, Literaturwissenschaft und Geschichte und lebt im Herzen der Stadt. Sie interessiert sich für Geschichten jeglicher Art (Filme, Bücher, Serien) und singt im Chor. Mit Begeisterung schreibt sie eigene Gedichte, die sie regelmäßig auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. 

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