Unser „Leiden vom Schlossberg“

Wie Schlossherr & Co. ins Radio kamen

Ein Beitrag vom „Das Leiden vom Schlossberg“-Team – veröffentlicht am 21. Januar 2020

„Kerker, Krönchen, Kalauer – Geschichten aus Siegens Mittelalter“, ja daran erinnern wir uns immer wieder gerne. Die Idee zu unserer Hörspiel-Comedy-Serie, die bis 2003 immer samstags auf Radio Siegen ausgestrahlt wurde, entstand 1993 aus einer Bierlaune heraus in einem Hollandurlaub. Da waren wir sechs alle noch Schüler am Löhrtor-Gymnasium. Wir kannten uns von der Theater-AG, hatten viele gleiche Interessen und vor allem einen sehr ähnlichen Sinn für heitere Geschichten. So war das Vorhaben geboren, aktuelle Ereignisse aus dem Siegerland und dem Weltgeschehen ins Mittelalter zu verlegen und einen Schlossherren samt Untertanen zu präsentieren, die sich mit viel Humor mit diesen Themen befassen.

Und 1994 war es dann tatsächlich so weit, unsere allererste selbstgeschriebene und produzierte Folge lief. In weiteren 383 Folgen haben wir in über zehn Jahren so einiges erlebt: Als Schlossherr, Minister, Hofschneider, Narr, Henker und Schmied haben wir im Rahmen unserer Geschichten zum Beispiel den ZOB eröffnet, Reichwalds Ecke oder die City Galerie. Gemeinsam haben wir Hitzerekorde in der Stadt überstanden, den Seelbacher Weiher unsicher gemacht, überlegt, wie wir das ehemalige belgische Offizierscasino nutzen können und auf dem Geisweider Flohmarkt getrödelt.

Ein Highlight 1999: der Auftritt bei KulturPur als erste regionale Gruppe

Seit 1997 kamen dann auch Bühnenauftritte sowie Auftritte auf Rubens- und Stadtfesten dazu. Als erste regionale Gruppe 1999 bei KulturPur auf dem Giller aufzutreten, das war ein ganz besonderer Moment für uns alle. Das Gefühl vergisst man nicht. Im Juni 2018 wurden schon 10 Alben mit 315 Folgen auf allen wichtigen Online-Portalen zum Streamen und Downloaden veröffentlicht. Mit überraschendem Erfolg: In einem Jahr wurden 9.000 Folgen gehört. Das alles hat sich am Anfang keiner von uns träumen lassen.

Zum 25jährigen Jubiläum haben wir uns 2018 dann gefragt, welche denn unsere persönlichen Top-Ten sind. Überraschenderweise kamen wir zu recht eindeutigen Resultaten. Die folgenden vier, die zwischen 1998 und 1999 entstanden sind,  gehören definitiv dazu.

Aus den Top Ten des "DLvS"-Teams

Der Hörgenuss wird präsentiert: Mit freundlicher Genehmigung von RadioLiveTheater und Krückemeyer Entertainment GmbH & Co. KG“ 

Impressionen

Trieben mit viel Humor von 1994 bis 2003 ihr mittelalterliches Unwesen auf Radio Siegen und auf zahlreichen regionalen Veranstaltung wie KulturPur oder dem NRW-Tag 2010: Das „Leiden von Schlossberg“-Team. Copyright_Impressionen: RadioLiveTheater und Krückemeyer Entertainment GmbH & Co. KG

Infos

„Wir schreiben das Jahr 1476. In den Gemäuern des Oberen Schlosses haust der Schlossherr. In ständiger Sorge um sein Reich versucht er immer wieder aufs Neue, die Lage in den Griff zu bekommen. Und nur der tatkräftigen Unterstützung seiner Gefolgschaft (Minister, Hofschneider, Narr, Schmied, Henker) hat er es zu verdanken, dass sein Name nie in den Geschichtsbüchern auftauchen wird.“ So steht es geschrieben über  „Das Leiden vom Schlossberg – Kerker, Krönchen, Kalauer – Geschichten aus Siegens Mittelalter“.

Von 1994 bis 2003 trieb die Comedy-Gruppe „Das Leiden vom Schlossberg“ (DLvS) auf Radio Siegen (NRW-Lokalradio) ihr Unwesen. Jeden Samstag um elf nach elf erschütterte eine ihrer satirischen Geschichten die Menschen an den heimischen Radioempfängern. Auch im Rahmen von Stadtfesten, KulturPur oder beim NRW-Tag 2010 in Siegen trat das Comedy-Ensemble auf.  Auf dem Siegener Sommerfestival 2019 kehrte die sechsköpfige  Gruppe ein letztes Mal auf die Bühne, um mit einem Best-of-Programm der letzten 25 Jahre Geburtstag zu feiern. Anlässlich dieses Jubiläums erschienen am 18. November 2019 die besten 25 Folgen auf CD.  Die obigen und weitere Folgen sind ebenfalls als Streaming und Download bei allen wichtigen Online-Anbietern erhältlich.

Lageplan

Autor: „Das Leiden vom Schlossberg“-Team

Björn Gräf (Schlossherr), Peter Jänicke (Hoffnarr), Jan Krückemeyer (Henker), Klaus Krückemeyer (Minister), Bernd Lehwald (Hofschneider) und Alexander Uhr (Schmied)

Schlagworte

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