Winterkinder der Sechziger

Auf Kufen den Giersberg hinab: Weltbahn statt Wohnbebauung

Die Kinder des Giersbergs freuten sich in den Sechzigern und Siebzigern Jahr für Jahr über Wochen hinweg buchstäblich wie die Schneekönige über die reichliche weiße Pracht. Kaum bebaut, wurden die Felder ihres Bergs zu einem riesigen Schneeparadies. Auf der „Weltbahn“ und – weil er zu den Mutigen zählte – auch auf der „Todesbahn“ mittendrin: Axel Schade. 1959 geboren und am Giersberg aufgewachsen, erinnert sich der Zeitzeuge auf Unser Siegen gerne an die Zeit auf dem heute dicht bebauten Hügel, wo jede Menge Kinder damals winters wie sommers jede Menge Bewegungsfreiheit genossen, sich heiße Rennen lieferten, Scharmützel austrugen und so manche Blessur davontrugen. Erwachsene waren in der Regel nicht dabei.

1. Januar 2021

Impressionen

Fotos: Axel Schade und Lutz Müller

Lageplan

Schlagworte

Zeitzeuge: Axel Schade, Jahrgang 1959, lebte 42 Jahre lang in Siegen, bevor er 2001 nach Ostfriesland zog. Er schreibt Bücher, in denen sich viele Bezüge zu Siegen finden, darunter „Sommer der Falken“, dessen Handlung auf dem Giersberg spielt. In Siegen spielte er seit 1978 als Sänger in diversen Blues- und Rockbands. Mit der Beat & Rock ‘n‘ Roll-Band „Handmade“ trat er u. a. bei „beat beat beat“ und Kultur Pur auf. Kindern der 1990er Jahre könnte Axel Schade als singender Pirat „Scholle“ des Mitmachtheaters „Finn & Scholle“ in Erinnerung sein, mit dem er gemeinsam mit Andreas Neugebauer bundesweit auftrat.


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