Von Ostpreußen nach Siegen.

Eine Flucht.

Dietmar Gorski kam 1942 als Sohn eines Studienassessors in Mohrungen, Ostpreußen, zur Welt. Anfang 1945 gelang es seiner Familie, in einem der letzten Züge, die die Weichsel passieren konnten, in den Westen zu gelangen. Das Ziel war Bramsche bei Osnabrück, wo Verwandte die Geflüchteten aufnahmen. Später, als der Vater aus Kriegsgefangenschaft zurück und auf Stellensuche war, bot Siegen der Familie eine Chance. Der Vater wurde Lehrer an der Wiesenschule. Dietmar wurde an der evangelischen Diesterwegschule eingeschult, die aus Platzgründen zeitweise und in Teilen mit der katholischen Hammerhütter Schule zusammengelegt wurde. Ressentiments, die ihm als Zugewanderten galten, hat Dietmar Gorski nie erlebt, wohl aber Reibereien zwischen den Kindern der unterschiedlichen Konfessionen. Nach dem Abitur am Löhrtor-Gymnasium studierte Gorski in Mainz Zahnmedizin. 1971 eröffnete er in der Eiserfelder Gartenstraße seine eigene Praxis, die er bis 2006 weiterführte. Obwohl er Ostpreußen mit knapp 3 Jahren verlassen musste, fühlt sich Dr. Dietmar Gorski der Heimat seiner Ahnen tief verbunden. Er ist Mitglied der Herder-Bibliothek Siegerland e. V. und setzt sich vehement dafür ein, die Geschichte Ostdeutschlands vor dem Vergessen zu bewahren. Die Gründe hierfür benennt er in einem Gespräch mit der „Unser Siegen“-Redaktion, das dem Zeitzeugenbericht unter der Überschrift „Geschichtsvergessen. Ein Meinungsbild“ als Bonusmaterial beigefügt ist.

20. November 2020

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Impressionen

Fotos aus dem Privatarchiv von Dr. Dietmar Gorski.

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Zeitzeuge: Dr. Dietmar Gorski

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