Tief im Süden von Siegen liegt der Stadtteil Eiserfeld. Bis heute sind hier Spuren der reichen Erzbaugeschichte sichtbar geblieben. Vor allem unter Tage: Denn das Besucherbergwerk Reinhold-Forster-Erbstolln ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten im Siegerland. In Eiserfeld leben rund 8000 Menschen. Sie finden im geschäftigen Zentrum eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten. Überhaupt ist die infrastrukturelle Versorgung gut. Rund geht es in Eiserfeld nicht nur am großen Kreisel, sondern auch im Miteinander. Engagierte Ehrenamtliche bringen sich in Sportvereinen, Heimatverein und Chören oder in christlichen Gemeinden und Gemeinschaften ein. Mit Erfolg habe die „Iserfäller“ das Naturfreibad im Helsbachtal erhalten, ein altes Trafohaus liebevoll renoviert und für die Sanierung des städtischen Hallenbads gekämpft. Und wo „feste“ gearbeitet wird, werden natürlich auch Feste gefeiert! Die Topographie des Ortes bestimmen die beiden Täler von Eisern und Sieg. Hangaufwärts geht es ins Hubachtal, ins Wiedthal, auf den Hundsberg und den Siegenstein, zum Gilberg und zum Gilbergskopf sowie über den Flussberg in die Hengsbach. Vor allem an Gut-Wetter-Wochenenden gehört der Himmel über Eiserfeld den Flugzeugen des Luftsportvereins Siegerland. Start und Landung: auf der Eisernhardt, einem beliebten Naherholungsgelände. Für Spaziergänge, Wanderungen oder Radtouren eignen sich die Wege rund um den Pfannenberg, der mit seinen 499 Metern die höchste Erhebung auf Siegener Terrain darstellt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eiserfeld als „Ysernvelde“ im Jahr 1292. Dieser Film zeigt, was Eiserfeld heute ausmacht, wirft aber auch einen Blick in die jüngere Geschichte. Glück auf!
Zeitzeug(-inn)en: Frank Weber (Heimatverein Eiserfeld e.V.), Rolf Weyer (Förderverein Gewerkschaft Eisenzecher Zug e.V.), Günter Utsch (Eiserfelder Bürger, Jg. 1924), Melanie Kring (Förderverein des Naturfreibades Eierfeld e.V.), Sabine Kaulen (Eiserfelder Turnverein 1880 e.V.)
Bildquellen: Archiv-Material von Peter Baum, Volker Enders, Franco Ergoi, Markus Henrich, Hans-Ulrich Fries, Udo Fries, Claudia Irle-Utsch sowie dem Förderverein des Naturfreibades und dem Heimatverein Eiserfeld