Schulalltag am Mädchengymnasium

Nähen und Kochen statt Latein und Chemie – am Staatlichen Mädchengymnasium Oberlyzeum in Siegen hatten die Schülerinnen (oder ihre Eltern) noch in den 1960er Jahren die Wahl zwischen dem Schwerpunkt auf der sogenannten Frauenbildung und dem neusprachlichen Zweig. Sibylle Schwarz besuchte in dieser Zeit das Lyzeum an der an der St-Johann-Straße, das heutige „Lÿz“. Zuvor hatte sie eine dreitägige Aufnahmeprüfung bestanden. In den Folgejahren fielen viele durchs Raster, erinnert sie sich. Denn es gab eine strenge Auslese. Wer blieb, durchlief die alte Schule: Der Knicks vor der Lehrkraft war Pflicht, Eis lecken verboten, der Haupteingang dem Lehrpersonal und den Oberstufenschülern vorbehalten. Aber es war auch eine Zeit des Umbruchs: Mit der jüngeren Lehrergeneration modernisierte sich auch die Schulkultur. Die Zeitzeugin, die selbst später Schulleiterin der früheren Mädchenschule Stift Keppel wurde, teilt ihre Erinnerungen, zum Beispiel daran, dass die Mädchen zwar im Unterricht unter sich, doch die Jungen nicht weit waren: Bei Theateraufführungen und Schülerzeitung, aber auch in der Tanzschule und im Café nach der Schule gab es enge Kontakte zwischen dem Lyzeum und dem damaligen Jungengymnasium Löhrtor.

5. November 2021

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Zeitzeugin: Sibylle Schwarz (Schülerin des ehem. Mädchengymnasiums)

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