Die Bertha-von-Suttner Gesamtschule – vom holprigen Anfang zum Erfolgsmodell

Wolfgang Burk, ein Lehrer der ersten Stunde, erinnert sich an die Anfänge der Bertha-von-Suttner Gesamtschule im Sommer 1988. 14 Lehrerinnen und Lehrer begannen mit dem Unterricht für die 150 Gesamtschulkinder in einer leer stehenden Grundschule am Stockweg in Weidenau. Es war ein langer Weg, bis die Bertha-von-Suttner Gesamtschule ihren Platz auf dem Giersberg fand.

Bombenalarm und Wechselunterricht – Kindheit in den 1940ern

Ilse Bergs Kindheit und Jugend sind geprägt von Verlust und Krankheit, von Einschränkungen und Schrecken durch den Krieg, aber auch von Zuwendung, Freundschaft und Begegnungen. Anders als manche Frauen aus der Zeit erlernt sie einen Beruf, und übt ihn aus, bis die Familienpflichten im Vordergrund stehen. Bis heute organisiert sie die Treffen mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen vom Lyzeum in Siegen.

Heimkehr 1953: Neuanfang nach der Kriegsgefangenschaft

Ulrich Slawinski kehrte nach neun Jahren Kriegsgefangenschaft 1953 aus Ostsibirien nach Geisweid zurück. Er war dreißig Jahre alt, hatte keinen Beruf, keine Arbeit, wenig Geld, viel Schlimmes erlebt. Der 98-Jährige blickt zurück: Wie fing er in dieser Situation neu an? Wie wurde er empfangen, von Familie und Nachbarn, von Behörden in Siegen und am neuen Arbeitsplatz bei den Stahlwerken?

Das Siegener „JuPa“ – Kinder und Jugendliche machen Politik

2012 wurde das Siegener Jugendparlament gegründet. Am Peter-Paul-Rubens-Gymnasium ließ sich Liesa Tscherleniak aufstellen – die damalige Fünftklässlerin war stolz, als sie gleich ins „JuPa“ einzog. Die Zeitzeugin erzählt, wie es war, schon als Zehnjährige in ihrer Heimatstadt mitreden zu dürfen, angehört zu werden und qua Amt politisch aktiv zu sein.

Im Zeichen der Konfession: Schulzeit und Konfirmation in den 1950ern

Konfessionen hatten in den 1950ern einen höheren Stellenwert als heute. Ernst Göckus erinnert sich gut an seine Konfirmation 1958 in der Martinikirche und den vorhergehenden zweijährigen Katechumenen- und Konfirmandenunterricht. Der Zeitzeuge blickt auch auf seine Schulzeit, als noch streng nach Konfessionen getrennt wurde.

Ein 98-Jähriger erinnert sich: Kindheit in den 1920er und 1930er Jahren

Der 98-jährige Ulrich Wilhelm Slawinski erinnert an seine Kindheit in den 1920er und 1930er Jahren und blickt noch weiter zurück. Er erzählt, wie seine Eltern sich kennengelernt haben und vom Bau des ersten Hauses Am hohen Rain im Jahr 1905, damals noch ohne Wasserleitung und Strom. Er erinnert sich an seine Schulzeit, an die Spiele seiner Kindheit und dass seine Strümpfe „angestrickt“ wurden.

Advent in den Fünfzigern – Erinnerungen an eine stimmungsvolle Zeit

Die Winterzeit erlebte Ursel Decker am Wellersberg, in einer für damalige Verhältnisse komfortablen Wohnung an der Obenstruthstraße. Die Zeitzeugin erzählt von Bräuchen, vom Backen und Basteln, vom Fasten und von einer aus heutiger Sicht ungewöhnlichen Bescheidenheit.

Unser Siegen vor Ort: Das Heimathaus Klafeld-Geisweid

Das Heimathaus Klafeld-Geisweid, auch nach seinem letzten Eigentümer als „Haus Heinbach“ bezeichnet, befindet sich in der Ortsmitte von Klafeld-Geisweid und ist das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus der ehemals selbstständigen Gemeinde Klafeld. Traute Fries, heute Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Hüttental e. V., eine der „Geburtshelferinnen“ des Projekts „Heimathaus“, berichtet im Film über das beispielhafte bürgerschaftliche Engagement.

Kappnaht oder Knallgasprobe? Schulalltag am Mädchengymnasium

Sibylle Schwarz besuchte in den 1960er Jahren das Lyzeum an der an der St-Johann-Straße, das heutige „Lÿz“ – eine Zeit, in der der Knicks vor der Lehrkraft Pflicht und Eis lecken verboten war. Aber es war auch eine Zeit des Umbruchs und der Modernisierung der Schulkultur. Die Zeitzeugin, die selbst später Schulleiterin der früheren Mädchenschule Stift Keppel wurde, teilt mit uns ihre Erinnerungen.

Loke Mernizka – Karriere für die Region

Loke Mernizka, Kind der Stadt Siegen, erzählt für Unser Siegen seine Geschichte. Bundesweit wurde er zum „Vorzeigearbeiter“ unter den Jungsozialisten. Der Autodidakt erzählt seinen Weg von der Volksschule in Dillnhütten bis in den Krupp-Aufsichtsrat, vom einfachen Ratsmitglied in Hüttental zum Schwergewicht im Landtag.