Advent in den Fünfzigern – Erinnerungen an eine stimmungsvolle Zeit

Die Winterzeit erlebte Ursel Decker am Wellersberg, in einer für damalige Verhältnisse komfortablen Wohnung an der Obenstruthstraße. Die Zeitzeugin erzählt von Bräuchen, vom Backen und Basteln, vom Fasten und von einer aus heutiger Sicht ungewöhnlichen Bescheidenheit.

Unser Siegen vor Ort: Das Heimathaus Klafeld-Geisweid

Das Heimathaus Klafeld-Geisweid, auch nach seinem letzten Eigentümer als „Haus Heinbach“ bezeichnet, befindet sich in der Ortsmitte von Klafeld-Geisweid und ist das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus der ehemals selbstständigen Gemeinde Klafeld. Traute Fries, heute Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Hüttental e. V., eine der „Geburtshelferinnen“ des Projekts „Heimathaus“, berichtet im Film über das beispielhafte bürgerschaftliche Engagement.

Kappnaht oder Knallgasprobe? Schulalltag am Mädchengymnasium

Sibylle Schwarz besuchte in den 1960er Jahren das Lyzeum an der an der St-Johann-Straße, das heutige „Lÿz“ – eine Zeit, in der der Knicks vor der Lehrkraft Pflicht und Eis lecken verboten war. Aber es war auch eine Zeit des Umbruchs und der Modernisierung der Schulkultur. Die Zeitzeugin, die selbst später Schulleiterin der früheren Mädchenschule Stift Keppel wurde, teilt mit uns ihre Erinnerungen.

Loke Mernizka – Karriere für die Region

Loke Mernizka, Kind der Stadt Siegen, erzählt für Unser Siegen seine Geschichte. Bundesweit wurde er zum „Vorzeigearbeiter“ unter den Jungsozialisten. Der Autodidakt erzählt seinen Weg von der Volksschule in Dillnhütten bis in den Krupp-Aufsichtsrat, vom einfachen Ratsmitglied in Hüttental zum Schwergewicht im Landtag.

Klaus-Dieter Wern: Unternehmer und Siegerländer aus Leidenschaft

Klaus-Dieter Wern, seit 2012 Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Westfalen Süd erzählt über seinen Karrierestart 1959/60 hinter dem Steuer eines Milchwagens und seinem kometenhaften Aufstieg als Karosseriebauer und Händler von Bussen, mit denen er den Osten bis über die Grenzend des Urals hinweg belieferte.

Die Rettung des Stahlwerks – tausende Siegener auf den Straßen

Helmut Ermert, früherer Bevollmächtigter der IG Metall Siegen, erzählt vom Kampf um das Geisweider Stahlwerk 1993, als über Wochen die Angst vor der Schließung umging, sich aber auch eine Welle der Solidarität breitmachte – verbunden mit den größten Demonstrationen in der Siegener Geschichte.

RaBauKi – die Entwicklung eines ganz besonderen Spielplatzes

Tausende Mädchen und Jungen haben im Lauf der letzten 25 Jahre mit Hingabe und Kreativität bei RaBauKi Bauwerke aus Holz gezimmert. Die Idee zu dem Siegener Bauspielplatz-Projekt entstand Mitte der neunziger Jahre. Frank Klöckner, ein Mann der fast ersten RaBauKi-Stunde, blickt zurück auf die Gründungszeit mit Hürden und Vorbehalten, aber auch mit viel Unterstützung und Zuspruch.

Die Stahlwerke früher: Sozialleistungen und soziale Härten

Mehr als 6800 Menschen standen in den 1960er Jahren bei den Stahlwerken Südwestfalen in Brot und Arbeit. Peter Schäfer war einer der vielen Lehrlinge, die von den damaligen ausgeprägten Sozialleistungen zwischen den fünfziger und siebziger Jahren profitieren konnte. Er erzählt uns einige Details und die Entwicklung.

Siegener Sommermärchen 2006 – so schön kann Fußball sein!

Vier Wochen Dauersonnenschein, Dauer-Gute-Laune und Weltmeister der Herzen. Die WM 2006 ist als erstes Public-Viewing auf dem Siegener Schlossplatz eine Legende geblieben. Unser Siegen präsentiert nun – 15 Jahre später – den offiziellen Film, der damals von der Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen e.V. veröffentlicht wurde.

Von Flüchtlingen und der Kuhhude – Nachkriegskindheit in Trupbach

Im Jahr 1945, nach Ende des Krieges, hatte sich auch im Dorf viel verändert. Anne Margarete Ising, Jahrgang 1942, erzählt in ihrer Geschichte über die Eindrücke dieser Zeit, in der viele Flüchtlinge aus verschiedenen Regionen ins Dorf kamen. Sie berichtet zudem über die Wiederaufnahme der Kuhhude, eine typische gemeinschaftliche Weidehaltungsform.