In der Heimat auf der Flucht – ausgebombt am 16. Dezember 1944

Dr. Gisela Brumme lässt ihre ältesten Erinnerungen und Überlieferungen der Großmutter und Eltern vor der Kamera lebendig werden: Sie war keine vier Jahre alt, als sie im Keller ihres Wohn- und Arzthauses an der heutigen Morleystraße beim Angriff am 16. Dezember 1944 verschüttet und schnell wieder ausgegraben wurde. Sie und ihre Familie waren zunächst zu Flüchtlingen in der eigenen Heimat geworden.

Über 40 Jahre Bioladen: von der Schwarzwurzel zu Denns

1978 eröffnete die „Schwarzwurzel“ an der Hagener Straße – der erste Bioladen weit und breit. Gründer und Zeitzeuge Klaus Wolf erzählt die Hintergründe der Entstehung, die Gründungs- und Entwicklungsgeschichte und warum er über 40 Jahre lang durchgehalten hat.

Erinnerungen an die 1930er und 1940er Jahre: Kindheit in Kriegszeiten

An seine Kindheit nicht nur unterm Krönchen, sondern auch unterm Hakenkreuz, denkt Klaus Müller zurück. Er erinnert sich, dass er sich als Fünfjähriger über ältere Menschen mit gelbem Stern an der Kleidung an der Straßenbahnhaltestelle wunderte, an Weihnachtsgeschenke, die Zwangsarbeiter anfertigten und den Geburtstag seines Vaters am 16. Dezember 1944, der so ganz anders verlief als geplant… .

Rubensfest vor 25 Jahren: Siegen feiert seinen berühmtesten Sohn

Auf den Tag genau 420 Jahre nachdem Peter Paul Rubens in Siegen zur Welt gekommen war, feierte die Stadt das erste Siegener Rubensfest. Die damalige Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen rief im Namen und zu Ehren des großen Barockmalers ein großes Kultur- und Bürgerfest ins Leben, das rund 50.000 mitfeierten. Es folgten fünf weitere Rubensfeste, bevor die Veranstaltung 2005 mangels Sponsoren eingestellt werden musste.

Der 16. Dezember 1944: Bombenhagel auf die Tiergartenstraße

Walter Schneider erinnert sich an den 16. Dezember 1944, als er sein Zuhause an der Tiergartenstraße verlor. Beim Alarm musste der 14-Jährige mit der Mutter in Windeseile in den gegenüberliegenden Bunker. Sein drei Jahre jüngerer Bruder fehlte stundenlang. Der Vater kümmerte sich darum, dass das große Backsteinhaus, in dem die Schneiders und viele andere Eisenbahner wohnten, nicht abbrannte.

Größtes Städtebauprojekt seit Jahrzehnten: Entstehung der City-Galerie

Im Herbst 1998 öffnete die City-Galerie zum ersten Mal ihre Pforten. Das Nürnberger Haus musste dazu weichen. Parallel wurden der zentrale Busbahnhof und Straßenführungen neu gestaltet und das Einkaufszentrum an die HTS angebunden. Gerald Kühn, damals Wirtschaftsförderer der Stadt Siegen, blickt auf die Vorgeschichte, die Gründe für das Riesenprojekt sowie auf seine Planung und Realisierung zurück.

Bombenalarm und Wechselunterricht – Kindheit in den 1940ern

Ilse Bergs Kindheit und Jugend sind geprägt von Verlust und Krankheit, von Einschränkungen und Schrecken durch den Krieg, aber auch von Zuwendung, Freundschaft und Begegnungen. Anders als manche Frauen aus der Zeit erlernt sie einen Beruf, und übt ihn aus, bis die Familienpflichten im Vordergrund stehen. Bis heute organisiert sie die Treffen mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen vom Lyzeum in Siegen.

Kindheit in den Vierzigern – Bomben, eine Polin im Kinderzimmer und Hamstern gegen Hunger

Bruno Kneppe erinnert sich, wie er am 1. Februar 1945 den zweiten große Angriff auf Siegen in der Winchenbach hautnah miterleben musste. Wie viele andere, suchte auch er Zuflucht im Stollen auf der Schieferhalde. Der Zeitzeuge erinnert sich auch an seinen Vater, der Zwangsarbeiter mit nach Hause brachte, um sie bei sich wohnen zu lassen, und der seinen Sohn mit zum Hamstern nahm.

Das Siegener „JuPa“ – Kinder und Jugendliche machen Politik

2012 wurde das Siegener Jugendparlament gegründet. Am Peter-Paul-Rubens-Gymnasium ließ sich Liesa Tscherleniak aufstellen – die damalige Fünftklässlerin war stolz, als sie gleich ins „JuPa“ einzog. Die Zeitzeugin erzählt, wie es war, schon als Zehnjährige in ihrer Heimatstadt mitreden zu dürfen, angehört zu werden und qua Amt politisch aktiv zu sein.

Im Zeichen der Konfession: Schulzeit und Konfirmation in den 1950ern

Konfessionen hatten in den 1950ern einen höheren Stellenwert als heute. Ernst Göckus erinnert sich gut an seine Konfirmation 1958 in der Martinikirche und den vorhergehenden zweijährigen Katechumenen- und Konfirmandenunterricht. Der Zeitzeuge blickt auch auf seine Schulzeit, als noch streng nach Konfessionen getrennt wurde.